Recht des Geistigen Eigentums

 

Der erste Forschungsschwerpunkt von "Law and Technology" betrifft das Erfordernis, bestimmte Schlüsselbegriffe des Rechts auf absichtlich vage und „offene“ Weise neu zu fassen, um ihnen die Geschmeidigkeit und Flexibilität zu verleihen, die für ihre Anwendung auf bislang unbekannte technische Entwicklungen nötig sind.

 

Die Evolution des juristischen Verständnisses von Eigentum und Besitz über die letzten 150 Jahre von einem engen Begriff von „sole and despotic dominium which one man claims and exercises over the external things of the world “ zu dem eines abstrakten und offenen „Bündels rechtlicher Beziehungen“ – Rechte, Ermächtigungen, Privilegien und Schutzansprüche – ist ein paradigmatisches Beispiel für die Art von begrifflicher Flexibilisierung, die von einer ART angestrebt wird. Historisch betrachtet war die treibende Kraft hinter dieser Rekonzeptualisierung das durch neu entstandene Technologien ausgelöste Bedürfnis nach einem abstrakteren Begriff von Geistigem Eigentum, der auch Patente, Urheberrechte, Design und Handelsmarken umfasste.

"Law and Technology's" Forschung auf dem Gebiet von „Intellectual Property Rights and Technology“ setzt diese Entwicklung fort und versucht zugleich die rechtlichen Konsequenzen für den Begriff des Geistigen Eigentums zu antizipieren, die mit den Herausforderungen verbunden sind, die von Innovationen im Bereich der Telekommunikationstechnologie ausgehen. Dazu kooperiert "Law and Technology" eng mit dem Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht der Universität Bonn (Prof. Dr. Leistner) sowie mit dem Exzellenzcluster UMIC (Ultra High-Speed Mobile Information and Communication) der RWTH Aachen unter Führung von Prof. Ascheid.

Dem Teilprojekt "Recht des Geistigen Eigentums" sind zwei Promotionsprojekte zu Standardisierungskonsortien sowie dem Microsoft-Urteil des EuGH.